MyCSSMenu Save Document

Vancouver und Seattle

16./17. Tag:  VANCOUVER
Am Vormittag geht es nach Granville Island. Einst waren hier die industriellen Betriebe Vancouvers angesiedelt. Heute ist Granville Island inbegriff für gute Restaurants, Cafés, Kleinkunsttheater, viele Festivals und den Public Market. Mittags treffe ich Dave, ein Mitglied aus dem Forum von Mastering Engineer Steve Hoffman. Dave, in Vancouver zu Hause, hat sich angeboten mir die Stadt abseits der üblichen Touristenpfade zu zeigen. Nach ein wenig Small Talk bei ihm, schauen wir zuerst beim Vietnamesen vorbei. Die Noodle Soup (Meatballs und hauchdünne rohe Rindfleischscheiben) als Hauptgericht schmeckt vorzüglich, dazu Sojasprossen und Tee... das alles für gut 7 bis 8 CDN! Wo sonst kann man in Vancouver so gut und günstig essen. Danach führt mich Dave zum Fraser River (der größte Fluss in Kanada), sowie auf Capitol Hill, wo man einen wunderschönen Ausblick auf Vancouver genießen kann.

Am nächsten Tag führt mich der Spaziergang durch den Stanley Park, Vancouvers grüne Lunge. Zur frühen Morgenstunde ist der Park noch nicht von Touristen überlaufen und man hat seine Ruhe. Über die Lions Bridge geht es zum Capilano River (Vancouvers North Shore). Am Nachmittag unternehme ich eine Fahrt hinauf zum Mount Seymour Provincial Park. Die kurvenreiche und 12 km lange Straße führt hinauf zum Mount Seymour. Zu dieser Jahreszeit herrschen noch beste Bedingungen für die Skifahrer und Snowboarder. Am Abend kehre ich wieder nach Vancouver zurück – zum Abschluss des Tages ein Besuch in Kellie's Diner (E Hastings Street), einem American Diner im Stile der 60er Jahre.

18. Tag:  VANCOUVER › Mount Baker › MARYSVILLE
Nach dem Frühstück in einem Café in Yaletown, mache ich auf dem Weg zurück in die USA. Von Vancouver bis zum Grenzübergang Blaine in den USA sind es rund 50 km. Über die kleinen Orte Lynden und Sumas geht es weiter zum Mount Baker in den North Cascades – die Strecke (Highway 542, Länge: 55 km) ist wunderschön zu fahren, darunter die 16 km lange und kurvige Strecke hinauf zum Fuß des Mount Baker (3,278 m). Danach führt die Fahrt durch das Whatcom, Skagit und Snohomish Country und am frühen Abend komme ich in Marysville an. Was mir aufgefallen ist... Starbucks’ Banana Loaf Cake schmeckt viel besser in Kanada als in den USA, obwohl es das gleiche Rezept ist.

19. Tag: MARYSVILLE › LEAVENSWORTH › SEATTLE
Von Marysville fahre ich südwärts nach Snohomish, weiter auf dem Highway 2 über Sultan, Gold Bar, Skykomish bis zum Lake Wenatchee. Meine gut 130 km lange Fahrt ist Teil des Cascade Loop, welcher zu den schönsten und spektakulärsten Straßen in Amerika zählt – die Gesamtlänge der Scenic Route beträgt 644 km. Zu dieser Jahreszeit kommen nur wenige Besucher an den Lake Wenatchee (der Name hat seinen Ursprung von den Wenatchi Indianern) und ich genieße die Stille an diesem wunderschönen See, eingebettet im Wenatchee Valley und umgeben von den Cascade Mountains.

Danach führt die Fahrt weiter nach Leavenworth... als ich durch den Ort fahre, glaube ich nicht mehr das ich in den USA bin, sondern irgendwo in Oberbayern! Info: 1965 haben die Einwohner von Leavenworth wegen wirtschaftlichen Gründen die Innenstadt umgebaut und in ein Bavarian Village umgewandelt. Heute zählt das Bavarian Village zu den größten Touristenattraktionen in Washington.

Am späten Nachmittag geht es auf dem Freeway 90 nach Seattle. Vom Columbia Center (vormals Bank of America) hat man einem wunderschönen Rundumblick auf Seattle. Der Wolkenkratzer ist mit 295 m Höhe und 76 Stockwerken der zweithöchste Gebäude an der Westküste der USA und doppelt so hoch wie die Space Needle. Es ist schon gigantisch, wenn man mit einem der 46 Aufzüge hinauf zum Observation Deck fährt und dann auf die Stadt hinab blickt. Infos und Bilder zum Columbia Center findet man hier.

20./21. Tag:  SEATTLE
Nachdem ich die Space Needle bei meinem letzten Seattle Trip (1999) ausgelassen habe, ist es diesmal Pflicht sich das Wahrzeichen von Seattle anzusehen. Auf dem Gelände der ehemaligen Weltaustellung von 1962 befindet sich das Seattle Center und die 185 m hohe Space Needle. Auf dem Aussichtsdeck hat man einen wunderschönen Rundumblick über die Stadt. Kaum zu glauben... angetrieben von nur einem eineinhalb PS Motor, rotiert das SkyCity Restaurant in einer Stunde um 360°.

Danach geht es zum Pike Place Market, der älteste Bauern- und Fischmarkt der USA. Pike Place Market ist in erster Linie ein ganz normaler Wochenmarkt und kein kitschiger Touristenmarkt, wie zum Beispiel San Franciscos Fisherman's Wharf. Im Umkreis befindet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Läden, Restaurants, Cafés und Imbissbuden. Bei vielen Imbissbuden gibt es die bekannte "Clam Chowder" – Chowder ist eine „dicke” Suppe aus Meeresfrüchten. Mein Tipp: "Award Winning" Clam Chowder bei Pike Place Chowder, nirgendwo habe ich eine schmackhaftere Clam Chowder bekommen. Im University District, eine der ältesten Gemeinden in Seattle, u.a. auch Sitz der University of Washington und 50.000 Studenten, gehe ich zum Musik shoppen. Viele Geschäfte, Bars, Cafes, Restaurants befinden sich in diesem lebhaften Viertel.

Seattle

Nur eine knappe halbe Stunde Autofahrt sind die Cascade Mountains von Seattle entfernt und so schaue ich mir heute die Snoqualmie Falls an. Selbst auf dem oberen Observation Deck wird man nass von dem Wassernebel, den die aufbrausende Gischt verursacht. Ein gut ein km steiler Weg führt hinab zum Snoqualmie River. Die Snoqualmie Falls sind 82 m hoch und werden jedes Jahr von mehr als 1,5 Mio aus aller Welt besucht.

Am Abend fahre ich zum Kerry Park im Stadtteil Queen Ann Hill. Dort bietet sich eine wunderschöne Aussicht auf die Space Needle und Downtown im Hintergrund. Bereits am Abend zuvor war ich im Jose Rizal Park/Beacon Hill – dort hat man ebenfalls einen wunderschönen Blick auf Downtown. Leider sind die Nachtaufnahmen nicht so scharf geworden, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Bilder hätten sicherlich eine bessere Qualität, wenn ich ein Stativ bzw. einen Fernauslöser vor Ort verwendet hätte.

22./23. Tag:  SEATTLE › AMSTERDAM › NÜRNBERG
Ein letztes ausgiebiges „amerikanischen Frühstück” in Denny's, dann mache ich mich auf dem Weg zum Flughafen Sea-Tac. Die Zeit bis zum Abflug vertreibe ich mir u.a. an der Massage Bar und um 13:15 startet der Airbus A300 der Northwest Airlines gen Heimat, ein letzter Blick über Seattle bevor der Flieger in den Wolken verschwindet. Nach einem neunstündigen Flug komme ich am nächsten Tag um 7:15 in Amsterdam an. Nach einem zwei Stunden Aufenthalt geht es mit KLM cityhopper (Embraer 190) zurück nach Nürnberg.

Fazit
Angenehm überrascht war ich über das schöne Wetter im April – bis auf einen einzigen (!) Regentag herrschte meist sonniges und angenehmes Frühlingswetter, was man so an der West Coast zu dieser Jahreszeit nicht unbedingt erwarten kann. Es waren wunderschöne drei Wochen, aber gemessen an der langen Fahrtstrecke, einfach zu kurz. Von Oregon habe ich, außer der Küste nicht viel gesehen – dabei bietet Oregon viel mehr als nur seine wunderschöne Küstenregion. Somit war es nicht mehr als eine Schnuppertour durch California, Nevada, Oregon, Washington und British Columbia.