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Honda CBR1000RR Fireblade
Erfahrungen mit der Fireblade, Bj. 2006.
Ergonomie und Optik
Der erste Kontakt mit der CBR1000RR (SC57) ist vielversprechend, man setzt sich auf die Fireblade und fühlt sich einfach wohl. Die vorderradorientierte, sportliche Sitzposition kommt mir entgegen und passt perfekt. Eine Racingscheibe ist besonders für die Rennstrecke und Autobahn ratsam, welche den Windschutz gegenüber der Serienscheibe merklich verbessert. Der riesige Motordeckel ist zu groß ausgefallen und passt nicht so recht zum sportlichen Design.
Motor
Problemloses Anspringen des Vierzylinders, startet kalt wie warm spontan auf Knopfdruck. Der Motor zieht ab 2000 U/min gleichmäßig und kraftvoll bis in den Begrenzer hoch. Bemerkenswert ist der Schub im mittleren Drehzahlbereich zwischen 3000 und 9000 U/min steht ein breites Drehzahlband zur Verfügung. Wenn es sein muss, lässt sich die Fireblade auch schaltfaul fahren, meist genügt der fünfte Gang für zügiges vorankommen auf der Landstraße. Das lästige Konstantfahrruckeln im unteren Drehzahlbereich der Vorgängergeneration wurde durch ein geändertes Mapping beseitigt, geblieben ist die etwas harte Gasannahme verbunden mit Lastwechselreaktionen. Zwar ist diese Eigenart nicht mehr so ausgeprägt wie bei den vorherigen Modellen, aber beim Stand der heutigen Technik, sollte Honda dieses Problem doch in den Griff bekommen.
Fahrwerk Die serienmäßige Fahrwerksabstimmung ist sehr gut gelungen, aber für die Landstraßenhatz ist das Federbein etwas zu weich abgestimmt. Die Druck- und Zugstufe weiter schließen (siehe meine Einstellung) und es passt perfekt. Das Handling ist gut, entspricht aber nicht der quirligen Agilität der aktuellen CBR1000RR (SC59) oder meiner Fireblade [Bild] zuvor. Eine erste Verbesserung bringt der Wechsel von der Serienbereifung Pirelli Diablo Corsa auf Bridgestone BT002 Racing Street, danach werden noch Galespeeed Alu-Schmiederäder, Alu-Kettenrad, sowie Wave-Bremsscheiben montiert. Der Austausch dieser Fahrwerkskomponenten wirkt sich ungemein positiv auf das Fahrverhalten aus. Die Fireblade lässt sich jetzt mit einer bestechenden Lenkpräzision, gesteigerten Handlichkeit und ohne nennenswerten Kraftaufwand durch die Kurven zirkeln. Bei Geschwindigkeiten jenseits von 250 Km/h, gibt sich das Fahrwerk ebenfalls von seiner besten Seite die Fireblade liegt wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße. Der elektronische Lenkungsdämpfer funktioniert tadellos. Selbst bei forscher Landstraßenfahrt und schlechten Straßen bleibt die Vorderfront absolut ruhig, und selbst bei geringer Geschwindigkeit wird die Handlichkeit in keinster Weise beeinträchtigt.
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Gabel-Einstellung *
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Federbein-Einstellung *
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Reifendruck *
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Vorspannung +7 Umdrehungen (Serie)
Zugstufe 2,5 Umdrehungen (-2 1/4)
Druckstufe 2,5 Umdrehungen (-1 3/4)
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Vorspannung Position 4 (Serie)
Zugstufe -2,5 Umdrehungen (-2 1/4)
Druckstufe -12 Klicks (-17)
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Vorne 2,4 (2,5)
Hinten 2,8 (2,9)
* Landstraße
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Bremsen Die radialverschraubten Tokico Bremsen verrichten ihre Arbeit tadellos klarer Druckpunkt und gutes Feedback im serienmäßigen Zustand, aber ein wenig stumpf im Vergleich zum Vorgängermodell. Da hilft nur ein Umbau: Braking Wave Bremsscheiben und SBS STREETexcel Bremsbeläge bringen die CBR1000RR wieder auf ein Top-Bremsniveau. Die Kombination Braking/SBS liefert ein glasklares Feedback und einen knallharten, stabilen Druckpunkt. Die Bremsdosierung ist einfach perfekt und damit macht das „Ankern” gleich viel mehr Spaß.
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Top
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Bärenstarker Motor
Stabiles und zielgenaues Fahrwerk
Hervorragende Bremsen
Enorme Fahrleistungen
Elektronischer Lenkungsdämpfer
Perfekte Ergonomie
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Flop
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Harte Gasannahme
Tankhülle aus Kunststoff Kein Schutzlack an Seitenverkleidung
Schlechter Windschutz
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Reifen
Montiert ist der Michelin Pilot Power 2CT. Die Paarung MPP und Fireblade vermittelt ein tolles Feedback und lässt das Motorrad präzise einlenken. Das Handling ist hervorragend und die Aufstellneigung beim Bremsen in der Kurve minimal. Über Grip braucht man sich keine Gedanken machen, selbst bei heißen Asphaltemperaturen klebt der Reifen mit seinen 2 Mischungen wie Kaugummi auf der Straße. Zudem ist der MPP im kalten Zustand sehr schnell auf Betriebstemperatur und liefert auch bei Nässe ein sicheres Gefühl. Auf der Rennstrecke baut der MPP sehr schnell ab und ist dafür nur bedingt geeignet. Fazit: ein sehr guter Allroundreifen mit überdurchschnittlicher Laufleistung für die Landstraße.
Fahrleistungen Die hervorragenden Beschleunigungs- und Durchzugswerte, sowie die Höchstgeschwindigkeit von 287 Km/h lassen sich nur auf der Rennstrecke richtig auskosten. Im Alltag wird man wohl kaum an die Grenzen stoßen Leistung ist im Überfluß vorhanden.
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